Raiffeisenbank will verlässlicher Partner bleiben

Auch 2016 hatte das Thannhauser Bankhaus wenig Grund zur Klage – die Zahlen sprechen für sich

Thannhausen

Die Raiffeisenbank Thannhausen ist, ihre Geschäftsentwicklung betreffend, weiter bestens aufgestellt. Dies wurde auch bei der 34. Vertreterversammlung im örtlichen Pfarrheim für das Jahr 2016 deutlich: Fast 244 Millionen Euro und somit um 6,8 Millionen mehr als im Vorjahr beträgt die Bilanzsumme, das Kundeneinlagevolumen von etwa 278 Millionen Euro bedeutet eine Steigerung um rund zehn Millionen, das Kreditvolumen stieg um circa sechs auf nunmehr 141 Millionen Euro, aber auch der Bilanzgewinn von knapp 526.000 Euro darf sich in der Tat sehen lassen. Und mit dem Eigenkapital wachse, so Vorstand Gerhard Böck, das Vertrauen der Kunden in die Raiffeisenbank als verlässlichen Anlagepartner.

Null- und Negativzins entgegengewirkt

Nach Böck´s Begrüßung und einem Jahresrückblick in bewegten Bildern sprach sein Vorstandskollege Gerrit Ambrosy über die allgemeine Lage und die Situation der Raiffeisenbank Thannhausen im Besonderen. Der seit längerem vorherrschende Niedrig- oder gar Negativzins sei etwas noch nie Dagewesenes, bedeute für die Banken eine gewaltige Herausforderung und habe auch Auswirkungen auf die Altersvorsorge der Menschen. Daher würden, so Ambrosy, die Anleger heute mehr denn je eine fundierte Beratung benötigen. Denn die private Vorsorge gegen die Altersarmut werde zusehends wichtiger.

Die Raiffeisenbank Thannhausen mache daher ihre Hausaufgaben, habe auf den Niedrigzins mit einem Ausbau des Geschäftsvolumens reagiert, vermeide jeglichen Negativzins, sowohl im privaten als auch im unternehmerischen Bereich, und sehe zudem von Gebührenerhöhungen ab. Und bei einem Durchschnittsguthaben von 1.980 Euro sei hier darüber hinaus das Online-Banking kostenlos.

Die Europäische Zentralbank, so Ambrosy weiter, werde wohl auch in den nächsten Jahren nichts an ihrer Nullzinspolitik ändern. Und längst habe sich herausgestellt, dass gerade der Mittelstand davon profitiere, wenn er sich kleineren Banken anvertraut.

Herausforderung Digitalisierung – Festhalten an Geschäftsstellen

Eine weitere große Herausforderung, aber auch Vereinfachung in vielen Bereichen, bedeute die Digitalisierung. Anders als häufig vermutet, sei das Online-Banking, von dem die Kunden der Raiffeisenbank Thannhausen schon zu rund 50 Prozent Gebrauch machen würden, sehr sicher. Dennoch sehe die Bank die Beibehaltung aller vier Geschäftsstellen, und das besetzt mit eigenem Personal, auch künftig als eine ihrer Kernaufgaben, weswegen man diese, wie jüngst in Ursberg, immer wieder modernisiere.

Eine rundum positive Bilanz

Sodann erläuterte Gerhard Böck das wichtigste Zahlenwerk und bezeichnete dabei das Jahr 2016 als ein sehr erfolgreiches. So sei die Bilanzsumme gesteigert worden, habe es Zuwächse bei den Einlagen wie im Kreditgeschäft gegeben, sei die Ertragslage gut und die Vermögenslage sogar sehr gut. Festhalten wolle die Bank auch daran, jungen Leuten ein duales Studium zu ermöglichen.

Wie gewohnt werden, was von den Vertretern neuerlich abgesegnet wurde, aus dem Bilanzgewinn vier Prozent Dividende an die 5.567 Mitglieder ausgeschüttet, der Rest wird wie immer den Rücklagen zugeführt.

Weiter erfolgreich bleiben

Nur Positives hatte auch Paul Hartinger als Vorsitzender des Aufsichtsrats bei der Bekanntgabe des Ergebnisses der gesetzlichen Prüfung zu berichten. Zwar werde, insbesondere des Zinsniveaus wegen, die Ertragslage künftig wohl rückläufig sein, angesichts der sehr guten Vermögenslage sollte sich die Raiffeisenbank Thannhausen aber auch in einem schwieriger gewordenen Umfeld erfolgreich behaupten können. Besonders dankte Hartinger noch den im Vorjahr ausgeschiedenen Herbert Klein und Josef Miller in Ihren Funktionen als Vorstandsmitglied beziehungsweise Aufsichtsratsvorsitzendem. Und für jeweils drei weitere Jahre wurden abschließend Dr. Erhard Erdle und Ottmar Schneider einstimmig als Aufsichtsräte bestätigt.

Von links die beiden Vorstände Gerhard Böck und Gerrit Ambrosy, der Aufsichtsratsvorsitzende Paul Hartinger, die Aufsichtsrätin Alexandra Wallner, Fabian Strohmayr vom Genossenschaftsverband sowie die beiden Aufsichtsräte Dr.Erhard Erdle und Ottmar Schneider